Ackerbürgerhäuser

Der Dreißigjährige Krieg hatte nicht nur die Horstmarer Burg zerstört, sondern von der Bürgerschaft immense Zahlungen verlangt; die Kontributionen werden auf insgesamt fast 60 000 Taler geschätzt. Und auch in den folgenden Jahrzehnten erholt sich die Stadt nicht, vielmehr gibt es immer neue Schicksalsschläge: Kaum waren nämlich die Hessen endgültig aus dem Münsterland vertrieben, standen am 23. September 1662 ganze Stadtviertel in Flammen. Und am 26. April 1714 legte abermals ein Brand ganze Stadtviertel in Schutt und Asche, dadurch verloren die Bürger wieder all ihr Hab und Gut.


Somit ist der größte Teil der Gebäude der Altstadt den Feuersbrünsten nach dem 30jährigen Krieg zum Opfer gefallen. Danach war die Armut groß, so dass auf Bitten der Bürgermeister Fürstbischof Franz Arnold am 15. Mai 1716 eine Sammlung zugunsten Horstmars im ganzen Fürstbistum gewährte. Doch die Not blieb, denn die noch aus dem 30jährigen Krieg zu leistenden Zahlungen und die Folgen weiterer Kriegslasten, vor allem im siebenjährigen Krieg (1756 – 63), führten dazu, dass die Bewohner der Stadt jetzt Häuser bauten, die eine kleine Viehhaltung und etwas Ackerbau erlaubten. Nur als Ackerbürger konnten sie überhaupt überleben. Viele Häuser in der Stadt zeigen heute noch die Struktur solcher Ackerbürgerhäuser, so auch eine Reihe von Häusern an der Schloßstraße, was auch heute noch an den Häusern noch gut abzulesen ist. Viele Ackerbürgerhäuser sind allerdings ab den 60er Jahren des 20. Jhs so stark umgebaut worden, dass die ursprüngliche Struktur nicht mehr zu erkennen ist – alte Fotos weisen sie aber als typische Ackerbürgerhäuser aus.

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