Ehem. Wohnhaus Schloßstr. 1a

Bei dem etwa 30 m langen und ca. 10 m breiten Gebäude handelt es sich um ein gut bürgerliches Wohnhaus aus dem späten 16. Jh. auf Grund der Anordnung des Wohnsaals zur Tenne hin. Denn in jener Zeit war es in einfacheren Gebäuden üblich, dass sich nur am vorderen Ende der Tenne ein Kamin befand, die dahinter liegenden Kammern waren nicht heizbar. Hier dagegen ist auch noch für den Wohnsaal ein Kamin vorhanden, so dass dieser durch eine Doppelkamin-Anlage von der Tenne getrennt wird.
Dies ermöglicht eine Trennung von Personal, das sich am Kamin vorne in der Tenne aufhielt und dort wohl auch kochte, während die gut bürgerlichen Besitzer im Wohnsaal einen gut geheizten Raum für sich hatten – er hatte sicher an den Wänden sogenannte Schrankbetten (Alkoven). Unter dem Wohnsaal befindet sich noch ein Gewölbekeller.
Die Reste des Kamins auf der Tenne zeigen noch eindeutig Schmuckformen der Renaissance, ebenso die im Mauerwerk noch vorhandenen Teile von Fenstergewänden, wodurch dies hohe Alter des Gebäudes noch eindeutig zu erkennen ist. Es wurde allerdings mehrfach umgebaut.
Die durchgreifendsten Veränderungen erfolgten, nachdem im Kriege 1870/71 das Gebäude abbrannte. Beim Wiederaufbau wurde nämlich vor allem Ziegelstein verwendet an Stelle des vorher nur genutzten Bruchsteines, so dass man die Gebäudeteile, die aus der Zeit vor dem Brand stammen, gut erkennen kann.
Bei diesem Wiederaufbau wurde zudem das seitliche Mauerwerk um einen Drempel von etwa 1 m erhöht und zur Schloßstraße hin ein neuer Giebel in den Formen jener Zeit errichtet, so dass das äußere Aussehen eine Mischung aus 16. Und 19. Jh. darstellt, die aber recht reizvoll ist.
Und durch den Einbau eines 1 m hohen Drempels wurde ein sehr großer Bodenraum geschaffen, der einer zukünftigen Nutzung erheblich entgegen kommen könnte. Im Innern ist dagegen die Struktur aus dem 16. Jh. fast vollständig erhalten geblieben und das macht den besonderen Denkmalwert dieses Gebäudes aus. Damit gehört es nämlich zu den ältesten erhalten gebliebenen Gebäuden der Stadt überhaupt.

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