We will Rock you

Workshop GruppenbildEs ist ein Rhythmus, wo jeder mit muss: Bum-Bum-Tschak, Bum-Bum-Tschak! Kaum zu glauben, dass ein Queen-Klassiker dahinter steckt. Mit viel Begeisterung ließen sich am Samstag zwölf trommelbegeisterte Jungen und Mädchen im JuLe in die Kunst des Cajón-Spiels einweihen. Nach dem Eigenbau des Instrumentes vor einigen Wochen wollten die jungen Musiker im Alter von zehn bis 14 Jahren es nun genauer wissen: We will rock you!
Bereits das erste Angebot des „Kulturrucksacks“ Anfang Mai war voll belegt. Zum Folgetermin mussten die Veranstalter, der Stadtmarketingverein Horstmar Erleben und die örtlichen Jugendtreffs JuLe und Vipz nicht lange bitten.
Kürzlich noch als Bausatz im Karton verpackt, warteten die hölzernen Kistentrommeln nun stolz auf ihren ersten Einsatz. Vorab ein kurzer Test auf Stabilität: das vorsichtige Niederlassen auf der schmalen Sitzfläche, ein zaghaftes Herumrutschen des Hinterteils bis zur hinteren Kante, Beine auseinanderstellen, die Füße fest auf den Boden und der Rücken gerade durchgedrückt. Beinahe automatisch begannen die Hände und Finger rhythmisch auf dem Cajón herumzuklopfen: Das Holz vibrierte und dumpfe Töne stiegen empor.

Zeit für Christian Lennerz, die wilden Trommler zu bändigen. Der freiberufliche Schlagzeuglehrer ist seit über 30 Jahren mit dem Cajón vertraut. Doch bevor es an die professionellen Takte ging, sollten die Nachwuchsmusiker das Instrument und die Grundtöne kennenlernen. Bum – der tiefe Basston: ein Schlag mit der flachen Handfläche auf die Mitte der Vorderseite. Tschak – oder Snare, ein hellerer Ton – die vier ausgestreckten Finger klopfen locker auf den vorderen oberen Rand, der Daumen ruht sich aus. Das leise Trommeln der Fingerspitzen knapp unter der Kante ergibt einen Tip.
„Man sollte das Instrument nicht unterschätzen, sondern respektvoll behandeln“, weiß Lennerz. Scharfe Kanten oder zu hartes Schlagen könnten zu Verletzungen der Hände führen. Lutz hat sein Cajón schon sorgsam behandelt, geschliffen und lackiert. Bei anderen waren erste Schmutzspuren vom Üben auf dem unbehandelten Holz zu sehen. Die meisten der Kinder kamen ohne Vorkenntnisse und bemühten sich, die ersten einfachen Taktfolgen nachzutrommeln. Eingängige Lieder halfen als Eselsbrücken: Vom 3er-Takt bei „We will rock you“ bis zum Dreiviertel-Takt in „Happy birthday“ trommelten die Jungen und Mädchen die Rhythmen. Schwieriger wurde es beim Teamspiel. Denn: „Die Kinder müssen sich anpassen und auf die anderen einstellen“, so Lennerz. „Da geht es nicht, dass man sich in Rage trommelt.“ So schlug eine Gruppe die hellen, die zweite Gruppe die dunklen Töne. Dazu der vorgegebene Takt. Das Experiment gelang und ein gleichmäßig dumpfer Trommelschlag erfüllte den Raum. Nach vier Stunden intensiven Übens war die Konzentration aufgebraucht. Ein letzte Frage von Doris Zintl, Leiterin des JuLe: „Wie fandet ihr es?“ Antwort der Kids: Zwölf Mal Daumen hoch!

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