Digitales Daumenkino

StopMotion GruppeKulturrucksack - Kinder drehen Stop-Motion-Filme

Erste Erfahrungen in der Welt des Films sammelten zehn Kinder aus Horstmar und Leer kürzlich während eines originellen Kulturrucksack-Projektes. Unter Anleitung von Sonja Mester drehten die Mädchen und Jungen „Stop-Motion-Filme“. Dabei entsteht aus vielen einzelnen Fotos am Computer ein Film.
„Stop-Motion-Filme sind wie ein digitales Daumenkino“, beschrieb Sonja Mester die besondere Technik. Das menschliche Auge werde durch die schnelle Abfolge der Einzelbilder überlistet.

Die Illusion von Bewegung werde erzeugt, indem einzelne Bilder von unbewegten Motiven aufgenommen und anschließdend aneinandergereiht werden. Die Sozialpädagogin, die im Bereich Fotografie und Mediengestaltung arbeitet, führt Kreativ-Kurse für Kinder und Jugendliche durch. Der Workshop im Horstmarer Jugendtreff Vipz lief über drei Tage.
Sonja Mester freute sich über den Eifer der jungen Teilnehmer: „Alle hatten sofort tolle Ideen für die Filme und waren konzentriert bei der Sache.“ Die Kinder mussten selbst Drehbücher schreiben, Requisiten für die Filmszenen erstellen und die Kulissen gestalten. In kleinen Gruppen wurde intensiv gearbeitet. Nach den schon recht aufwändigen Vorarbeiten wurde es kompliziert. „Jede Szene musste einzeln in die Trick-Box eingestellt und abfotografiert werden“, erläuterte die Expertin. Eine kurze Filmszene bestehe aus mindestens 50 Einzelbildern. „Wir haben zum Beispiel für einen 46 Sekunden langen Film 500 Fotos gemacht“, so Mester.
Die fünf Mädchen und fünf Jungen zwischen 10 und 13 Jahren haben insgesamt acht Filme unterschiedlicher Länge gedreht. „Das war schwerer als gedacht und man braucht wirklich viel Geduld“, lautete das Fazit von Sonja (13 Jahre), Sabrina, (12), Lotta (12) und Sandra (11). Gemeinsam arbeiteten sie einen ganzen Tag an ihrem Film mit dem Titel „Das magische Café“. Thematisch gab es aber keine Vorgaben. Noah (12) und Maribel (11) entschieden sich für Piraten und einen Dino als Protagonisten ihres Films. Eine ganz besondere Requisite bastelten Janus (11) und Enno (10). Mit Knetgummi schufen sie aus den Emblemen der Sportvereine Westfalia Leer und TuS Germania Horstmar ein vereintes Logo.
„Die Kinder haben in der Gestaltung der Szenen viel Fantasie gezeigt“,so Sonja Mester. Zum Einsatz kamen Knetgummi, Playmobil-Männchen und selbst gemalte Bilder. Nach ersten Erfolgen mit einfachen Szenen wurden schwierigere Tricks in die Filme eingebaut, mit bis zu 1000 Bildern für eine Szene. Nach zwei anstrengenden Drehtagen folgte am letzten Tag des Workshops der Feinschliff am Computer. Auch mussten die Filme mit Ton unterlegt werden. Zum Abschluss gab es eine Filmvorführung für die Familien der Nachwuchs-Regisseure.
„Die Kinder kennen jetzt die Grundlagen der Stop-Motion-Technik und können mit Kamera, PC und einem einfachen, kostenlosen Programm allein damit arbeiten“, beschrieb Sonja Mester einen weiteren Vorzug des kreativen Workshops. Ida Fiebig, Leiterin des Vipz, Doris Zintl, Leiterin des JuLe, sowie der Stadtmarketingverein HorstmarErleben, die die Aktionen im Rahmen des landesweiten Förderprogramms Kulturrucksack in Kooperation durchführen, freuten sich über die erfolgreiche Premiere.

 

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